| politik | 17 Sep 2008 |
| Alkoholverbot: Ein Kommentar by drinkmix |
So langsam nähern wir uns einem Klimax und im Gegensaft zu Rauchverbot, kocht endlich auch die andere Seite hoch und das auch endlich nicht nur mit Vorwürfen, sondern mit stichhaltigen Argumenten.
So zum Beispiel die Gemeinde Kassel: Sozialarbeit gegen Alkoholmissbrauch. Berichtet haben darüber die hessischen Nachrichte, "Mit einem Verbot wird nämlich nicht das eigentliche Problem, die Alkoholsucht, bekämpft.", so ein Pfarrer der Gemeinde. Sozialarbeiter und Streetworker sind auf den Straßen und arbeiten direkt an der Front.
Ein abschreckendes Beispiel bietet die Stadt Freiburg, wo in der Altstadt ein Alkoholverbot ausgesprochen wurde. Durch die Kriminalisierung wurde jedoch nur eine Verlagerung für den öffentlichen Konsum erreicht.
Diese Beispiele zeigen nur die ersten Spitzen dieses Themas, Alkoholmißbrauch wird durch Verbote nicht verhindert, sondern nur verschoben. Die zeitliche Begrenzung von Verfügbarkeit ist nicht wirklich zielführend.
Die Aktivierung einiger Medien, wie zum Beispiel RTL oder RTL2 durch Interviews mit Frau Bätzing zeigt nur wie populistisch dieser politische Streit geführt wird. Das Faktum, das immer mehr Jugendliche Alkohol mißbrauchen, ob nur durch Komasaufen oder andere "Spiele", ist unumstößlich vorhanden. Dieser Mißbrauch wird aber nicht mit populistischen Mitteln und oberflächlichen "Entscheidungen" wie einem Werbeverbots beseitigt. Warum man aus der Erfahrung im europäischen Umfeld wie zum Beispiel der Schweiz nicht lernt, ist mir ein Rätsel. Dort besteht bereits seit Jahren ein Werbeverbot von Alkohol und das Problem des Komasaufens unter Jugendlichen ist dort nach wie vor vorhanden und steigt sogar noch an.
Populismus hat noch nie zu etwas Konstruktivem geführt, ich bin gespannt wie der 25. Septemberim roten Rathaus verläuft.







