| rezept, politik, fun, drinkmix, blogger | 18 Nov 2008 |
| Gault Millau 2009 - aus Sicht eines Bartenders by drinkmix |
Jedes Jahr kommt er heraus, der Gault Millau und feiert sich gastronomisches erst einmal selbst. Und jedes Jahr schauen ihn sich einige Barkeeper an und schütteln den Kopf über die Bewertungsmassstäbe eben dieses Gault Millau. Die neueste Frechheit ist die Bewertung des Bartenders Bernhard Stöhr:
"Dass in Baden-Württemberg nicht nur vortrefflich gekocht, sondern auch gastfreundlich bewirtet wird, demonstriert die Ehrung von Bernhard Stöhr aus der „Traube Tonbach" in Baiersbronn als „Barkeeper des Jahres". Er ist seit 25 Jahren Barchef der Hotellegende Traube-Tonbach sowie seit 1996 Präsident der Deutschen Barkeeper-Union und hat „allabendlich 250 Cocktails im Kopf und mindestens 1000 Witze"."
Die Frage, die ich mir stelle, ist, wie wichtig die Witzigkeit eines Bartenders ist. Ist das entscheidend für die Qualität eines Barmanns? Sind nicht andere Soft-Skills viel viel wichtiger? Oder gehört das zur sozialen Kompetenz? Oder ist die Ausgewogenheit zwischen der Anzahl an Witzen und der Anzahl an an Rezepten, die man kennt, entscheidend? Muß man Rezepte und Witze nur kennen oder muß man sie beherrschen?

written by Jörg, 27.11.2008 - 19:32:27
auch ich kenne das handwerkliche Können von Herrn Stöhr. Seine Kompetenz soll hier in keinster Weise angezweifelt werden. Wenn der Eindruck entstanden sein sollte, dann bitte ich um Entschuldigung.
Es geht um genau den ersten Punkt, den Sie ansprachen. Es geht um die Kompetenz bei der Auswahl eines Barkeepers des Jahres und genau hier widerspreche ich Ihnen: es kann eben nicht angehen, dass ein Titel wie der Barkeeper des Jahres subjektiv vergeben wird. Objektivität ist die Grundlage einer jeder nachvollziehbaren Bewertung. Und diese sehe ich in der Begründung nicht gewährleistet, deshalb meine Kritik.
Wie gesagt, ich zweifle weder an, dass Herr Stöhr den Titel verdient hat, noch seine Expertise oder die seines Hauses.







Wenn der Autor der Meinung ist, dass die Person zu Unrecht Barkeeper des Jahres geworden ist, dann soll er es klar ausprechen und nicht durch die Blume.
Ich gönnne jedem diese Auszeichnung und finde es schade, dass sowohl die Kompetenz des Buches als die des Preisträgers auf diese Weise angezweifelt werden.