drinkmix Blog
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Nachdem es gestern schon auf dem neuen Blog von drinkmix verkündet wurde, hier noch einmal eine kurze Meldung. Der Blog von drinkmix ist zukünftig unter www.drinkblog.de zu finden, in Absprache mit Mixology, die ja die Domäne drinksblog führen. Dort werden zukünftig Meldungen der GSA-Bloggerszene und Meinungen zu finden sein.
Hurra, wir werden unter "Bargeflüster" eine monatliche GSA-Blog-Aktion fahren. Jetzt fehlt uns nur noch ein Logo. Schaut auf die Cocktailwelten und schickt ein Logo an christian[at]cocktailwelten.de. Es gibt sogar etwas zu gewinnen.
Es gab zwei große Themen am vergangenen Montag, in diesem Teil möchte ich zunächst über die Ergebnisse des ersten Teils schreiben und offen zur Diskussion stellen. Der erste Teil ging um das Ergebnis eines kleinen Zwischenmeetings, nämlich wollen wir den Ruhrpottlern zumindest denen in Duisburg, einmal zeigen, wie wir Barkultur verstehen und wie wir unsere Gäste an das Thema heranführen wollen. Das Thema wird sein: "Roaring 20ies", an einer Location wird gefeilt, ist aber auch schon zu 80% sicher. Alle fünf Bartender werden hinter dem Tresen stehen. Wir "Pottmischer" sind: Daniel "Witti" Biernatowski, Dirk Bremenkamp, Jürgen Wilms, Jan (jetzt habe ich den Nachnamen schon wieder vergessen) und Jörg Kalinke sein. Wir werden in den nächsten Wochen mal probieren, wie wir miteinander arbeiten können, sprich werden spontane Gast-Bartender beim jeweils anderen sein. Das Event ist für Mai geplant und wird nur und ausschließlich über Einladung von einen von uns fünfen geschehen. Dresscode ist angesagt, welcher genau ist eigentlich naheliegend. Hintergrund ist unsere fortlaufende Diskussion, wie wir den Leuten hier und auch allgemein zeigen können, was Barkultur tatsächlich ist. Denn, machen wir uns nichts vor, der gemeine Weggeher kennt mittlerweile meist nur Systemketten oder Diskotheken, oder Restaurants, die sich das Wort Bar zusätzlich auf die Stirn gepappt haben. Woher soll dieser Gast wissen, wie gut wirklich ein klassischer Daiquiri sein kann. Er bestellt dann lieber etwas, auf das er sich verlassen kann, also das heimische Bier, oder die Cola oder ein Wasser. AUs diesem Grund schauen wir uns in den nächsten Wochen genau an, was der gast eigentlich bestellt, und sei es die Pina Colada, den Tequila Sunrise, den Cuba Libre oder ähnliches...auch diese Getränke kann man mit Barkultur sowohl verbessern, als auch im Ambiente und der Art anders darreichen. Unser Motto hierbai ist es, sich dem Gast anzunähern und ihm zu zeigen, wie gut seine Lieblingsgetränke sein können. Wir sind gespannt...
Auf dem alten Gelände des Rheinwerk in Hohenbudberg feiert der Alpha-Parc am 13.12. seine erste Party. Aber dies ist noch nicht die Eröffnung, sondern eine Baustellenparty. Bei der Getränkewahl geht es auf die Klassiker zu, über Preise kann man noch nicht reden, aber dahinter steckt eine Chart-Disco-Kette die mit den Giga-Parcs auch schon im restlichen Bundesgebiet unterwegs sind. Mit dem Geschäftsführer für die Niederlassung hatte ich kurz Mailverkehr und warte auf ein kleines Interview. Ich werde mir im Januar diese neue Duisburger Errungenschaft einmal genauer anschauen.
drinkmix ist in diesem Jahr endlich online gegangen, nach 8 Jahren Überlegung und experimentieren war es am 1. Mai soweit und der nun offizielle Startschuß konnte gegeben werden. Seitdem mussten einige Baustellen begraben werden und andere wurde verworfen und wieder andere sind geöffnet worden, soviel zu dem hier. Ich habe nach acht Jahren Kollegenabstinenz wieder angefangen zu Netzwerken und von Anfang an den RL-Aspekt von Internet-Netzwerken nicht vergessen und unterschätzt. Ich habe viele Gleichgesinnte gefunden, allen voran das Mixology-Team, andere Blogger, wie die Cocktailwelten, den Thekenmeister, Bitter-Blog (noch mal eine Träne abdrück). Auch wenn gerade schon erwähnt, möchte ich Helmut Adam hier noch einmal explizit nennen: Du hast mir den Spaß an der Cocktailszene zurück-initiiert, die Kontakte, die Du mir "aufs Auge gedrückt" hast, sind Gold wert. Es macht einfach Spaß mit Dir Bälle hin- und herzuwerfen und zwar mit Kompetenz und Humor.
Whiskykuchen Zutaten: * 1 Tasse Wasser * 1 Tasse weissen Zucker * 1 Tasse braunen Zucker * 4 große Eier * 1 Pfund Butter * 2 Tassen getrocknete Früchte * 1 TL Salz * 1 Handvoll Nüsse * 1 Zitrone * 2 kleine Liter Whisky Zubereitung:
Hier die von uns probierten Produkte, von links nach rechts: - Ingwer-Puree (selbsthergestellt von Daniel Biernatowski)
- Probe-Fläschchen Galliano l'Authentico
- Tee-Infusion "Heiße Liebe" (selbsthergestellt von Daniel Biernatowski)
- Parfum de vie Orange
- Giffard Chataigne
- Jensen's Old Tom Gin
- Tequila Blanco "8"
- Tabu Absinth
- Killepitsch
- Borbecker Schloßtropfen
- TBT Old Decanter Bitter
- Amargo Chuncho Bitter
Meine erste Probe des Galliano l'Authentico, bisher hatte ich immer nur davon gelesen. Ein tolles Produkt, weich und ein wenig süß, aber kein Vergleich mehr zum alten Rezept. Ein Aperitif wie er im Buche steht, auf Eis mit einer Orangenzeste ein wahrer Genuß.
Jedes Jahr kommt er heraus, der Gault Millau und feiert sich gastronomisches erst einmal selbst. Und jedes Jahr schauen ihn sich einige Barkeeper an und schütteln den Kopf über die Bewertungsmassstäbe eben dieses Gault Millau. Die neueste Frechheit ist die Bewertung des Bartenders Bernhard Stöhr: "Dass in Baden-Württemberg nicht nur vortrefflich gekocht, sondern auch gastfreundlich bewirtet wird, demonstriert die Ehrung von Bernhard Stöhr aus der „Traube Tonbach" in Baiersbronn als „Barkeeper des Jahres". Er ist seit 25 Jahren Barchef der Hotellegende Traube-Tonbach sowie seit 1996 Präsident der Deutschen Barkeeper-Union und hat „allabendlich 250 Cocktails im Kopf und mindestens 1000 Witze"." Die Frage, die ich mir stelle, ist, wie wichtig die Witzigkeit eines Bartenders ist. Ist das entscheidend für die Qualität eines Barmanns? Sind nicht andere Soft-Skills viel viel wichtiger? Oder gehört das zur sozialen Kompetenz? Oder ist die Ausgewogenheit zwischen der Anzahl an Witzen und der Anzahl an an Rezepten, die man kennt, entscheidend? Muß man Rezepte und Witze nur kennen oder muß man sie beherrschen?
Bei unserem gestrigen zweiten Treffen wurde unser Kreis um Jürgen Willms von Yogi's Cocktailservice erweitert. Jürgen hat einen etablierten mobilen Cocktailservice und wohnt witzigerweise keine zwei Querstraßen entfernt, wir sind uns aber bis dato noch nie begegnet. Wie dem auch sei, wir trafen uns in der illustren Runde und als Kernthema hatten wir, wie wir den Ruhrpott oder besser erst einmal Duisburg (schließlich sind alles drei quasi Lokalpatrioten) cocktailtechnisch nach vorne bringen können. Schnell waren wir beim Thema Qualität und begannen mit dem Thema Qualität der Ware und was Marketing mit Qualität machen kann. Ein interessantes Beispiel brachte Daniel Biernatowski (Barmanager des Westspiel Casinos in Duisburg) anhand von Tequila zu Sprache: Er habe den Hütchen-Tequila verbannt und durch ein höherwertiges und gleichpreisiges Produkt, das in Deutschland aber der breiten Masse unbekannt ist, ersetzt. Hilfe bekam er dabei von Frau Sonja Erler, die sich gerade um das Thema Tequila in ganz GSA bemüht. Er stellte also den Tequila Corralejo (ich hoffe ich verwechsel den Tequila jetzt nicht). In den Köpfen der Menschen ist Tequila aber fast mit dem roten Hütchen verwachsen und so sind die meisten Gäste eher verwirrt und es bedarf einer Erklärung. Daniel dazu:" Ich stehe dann gerne Rede und Antwort. Schön war nur, als mexikanische Gäste die Krone (Anm. der Red: das Markenzeichen dieses Tequilas) sahen, sind sie schier ausgeflippt vor Freude." Ein ähnliches Beispiel von gutem Marketing bei einem nicht so tollem Produkt stellten wir beim Cachaca fest, das Marketing des Krebs-Getränks ist einwandfrei, aber keiner von uns würde heute noch diesen Cachaca anrühren, obwohl alle Gäste fragen, was man denn da in den Caipirinha tue und warum kein Pitú genommen wird.
Nach unserem ersten spontanen Meeting vor gar nicht all zu langer Zeit im Havanna machen wir nun ein regular draus. Jeder Bartender des Westens (oder gerne auch von weiter weg) ist dazu eingeladen teilzunehmen. Und damit es die Warenbestände des Hosts nicht zu sehr beansprucht bringt jeder, passend zum etwaigen Motto, ein paar Zutaten mit, mit denen dann ausschließlich an diesem Abend gemixt wird. Mixen kann dabei jeder, der gerade Bock hat. Es geht ums Ausprobieren, ums Kennenlernen, neue Impulse in seinen Baralltag mitzunehmen. Bis jetzt sind wir zu fünft: Daniel Biernatowski (Barmanager Westspiel-Casino Duisburg), seine rechte Hand Jan, Dirk Bremenkamp (Betreiber des Havanna), Jürgen Wilms (Jogy's Cocktail Service), Jörg Kalinke (drinkmix.de)
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