drinkmix Blog
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Der Landtag Baden-Württemberg beschließt gerade ein Verkaufsverbot von Alkohol in jedweder Form an Tankstellen. Begründung: Die Senkung der alkoholbezogenen Straftaten und Eindämmung des Koma-Saufens von Nicht-Volljährigen. Anstatt geltendes Recht durchzusetzen und entsprechende Tankstellenpächter, die Alkohol an Jugendliche abgeben, auch zur Rechenschaft zu ziehen, wird der freie Markt lieber beschränkt. Lieber neue Regeln anstatt alte Regeln durchzusetzen. Willkommen in Schilda!
Ich zitiere jetzt einfach einmal aus den Nachrichten von about-drinks.de: "Drogenbeauftragte will Alkoholwerbung im Fernsehen begrenzen Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), will im Zuge des Aktionsprogramms zur Alkohol- und Tabakprävention die Alkoholwerbung im Fernsehen auf die Zeit nach 20 Uhr beschränken.
Ab heute gibt es Mittwochs eine kleine Übersicht, was in GSA-Landen in Getränkeblogs so abgeht, oder in der letzten Woche abgegangen ist. Dabei gibt es keine Hierarchie der Auflistung. Anfangen möchte ich mit dem Blog Förderung der GSA-Barkultur, in dieser Woche haben Thorsten und Jens sich rund um das Thema Honig gekümmert und werden sich weiter darum kümmern, außerdem hat Thorsten Pannek einen persönlichen Rückblick auf Ihr Jahr 2008 geworfen und seine Tops und Flops vorgestellt. Tom Jakschas puro de Agave hat sich mit einem Buch beschäftigt und uns das Rezept eines Interessanten Tequila-Cocktails zitiert (welche Spirituose auch sonst??). Ich freue mich auf mehr Geschichten und Informationen rund um Tequila, Mezcal und Sotol.
Der Kollege von Lieblingsbier.de hat einen schönen Artikel über ein Lieblingsgetränk der Deutschen zur Winterzeit geschrieben. Und zwar geht es um das sogenannte Winter- oder auch Weihnachtsbier. Wie in dem Artikel beschrieben, gibt es dieses oftmals stärkere und würzigere Bier schon seit Urzeiten und wurde speziell für die Wintersonnenwende hergestellt. Viele große Brauer heute machen sich jedoch nicht die Mühe ein anderes Bier, wie oben beschrieben herzustellen, sondern nur das "normale Bier" zu nehmen und es aus Marketinggründen umzubenennen, damit im saisonalen Tiefpunkt der Abverkauf angeregt wird. Es ist schade, das so eine Tradition mit Füßen getreten wird...
Auf dem alten Gelände des Rheinwerk in Hohenbudberg feiert der Alpha-Parc am 13.12. seine erste Party. Aber dies ist noch nicht die Eröffnung, sondern eine Baustellenparty. Bei der Getränkewahl geht es auf die Klassiker zu, über Preise kann man noch nicht reden, aber dahinter steckt eine Chart-Disco-Kette die mit den Giga-Parcs auch schon im restlichen Bundesgebiet unterwegs sind. Mit dem Geschäftsführer für die Niederlassung hatte ich kurz Mailverkehr und warte auf ein kleines Interview. Ich werde mir im Januar diese neue Duisburger Errungenschaft einmal genauer anschauen.
Jedes Jahr kommt er heraus, der Gault Millau und feiert sich gastronomisches erst einmal selbst. Und jedes Jahr schauen ihn sich einige Barkeeper an und schütteln den Kopf über die Bewertungsmassstäbe eben dieses Gault Millau. Die neueste Frechheit ist die Bewertung des Bartenders Bernhard Stöhr: "Dass in Baden-Württemberg nicht nur vortrefflich gekocht, sondern auch gastfreundlich bewirtet wird, demonstriert die Ehrung von Bernhard Stöhr aus der „Traube Tonbach" in Baiersbronn als „Barkeeper des Jahres". Er ist seit 25 Jahren Barchef der Hotellegende Traube-Tonbach sowie seit 1996 Präsident der Deutschen Barkeeper-Union und hat „allabendlich 250 Cocktails im Kopf und mindestens 1000 Witze"." Die Frage, die ich mir stelle, ist, wie wichtig die Witzigkeit eines Bartenders ist. Ist das entscheidend für die Qualität eines Barmanns? Sind nicht andere Soft-Skills viel viel wichtiger? Oder gehört das zur sozialen Kompetenz? Oder ist die Ausgewogenheit zwischen der Anzahl an Witzen und der Anzahl an an Rezepten, die man kennt, entscheidend? Muß man Rezepte und Witze nur kennen oder muß man sie beherrschen?
Was mussten meine Ohren heute in der Tagesschau vernehmen? Der potenzielle Ministerpäsident des Freistaates Bayern Herr Seehofer, ehemaliger Gesundheitsminister (!), läßt verlauten, das man das strikte und aus meiner Sicht vorbildliche Rauchverbot in der Gastronomie aufweichen müsse... Ist Herr Seehofer wirklich überzeugt von seiner eigenen Arbeit, oder meint er, das der CSU lediglich das Rauchverbot 13% der Stimmen gekostet hat? Die Stimmen sind nach verschiedenen Forschungsgruppen zum Großteil in Richtung der Freien Wählerschaft rund um Frau Pauli gegangen und die verteidigen das Rauchverbot! Manchmal verstehe ich die Politikverdrossenheit in diesem unseren Ländle...
Über den Bitter-Blog erfahre ich gerade, das der Spiegel einen Artikel veröffentlicht hat, in dem es um den Stoff Acetaldehyd in alkoholischen Getränken geht. Der Stoff entsteht bei der Vergährung, also der direkten Herstellung von Alkohol. Er gilt als krebserregend. Die Dosen, die nachgewiesen wurden in Rum, Bier, Wodka, Whisky und Wein als unbedenklich kategorisiert. Jedoch seien die Mengen in Obst- und Tresterbränden bedenklich. Zur Bildung von Acetaldehyd kommt es in geringem Maße beim Gärprozeß. Jedoch entsteht dieser Stoff laut diesem Artikel massiv beim Eintritt von Alkohol in die Mundhöhle und führe so zu erhöhtem Krebsrisiko in Mundhöhle und Rachenraum. Jetzt stelle ich mir die Frage, warum dieses Stoffwechselprodukt Acetaldehyd erst jetzt und zu diesem Zeitpunkt in die Presse gerät. Ist das vielleicht ein Politikum? Wird hier die Angst geschürt? Dürfen wir überhaupt noch etwas zu uns nehmen? (Leberwurst und Hähnchen und Schweinefleisch dürfte ich ja längst nicht mehr essen, Chips auch nicht....)
So langsam nähern wir uns einem Klimax und im Gegensaft zu Rauchverbot, kocht endlich auch die andere Seite hoch und das auch endlich nicht nur mit Vorwürfen, sondern mit stichhaltigen Argumenten. So zum Beispiel die Gemeinde Kassel: Sozialarbeit gegen Alkoholmissbrauch. Berichtet haben darüber die hessischen Nachrichte, "Mit einem Verbot wird nämlich nicht das eigentliche Problem, die Alkoholsucht, bekämpft.", so ein Pfarrer der Gemeinde. Sozialarbeiter und Streetworker sind auf den Straßen und arbeiten direkt an der Front. Ein abschreckendes Beispiel bietet die Stadt Freiburg, wo in der Altstadt ein Alkoholverbot ausgesprochen wurde. Durch die Kriminalisierung wurde jedoch nur eine Verlagerung für den öffentlichen Konsum erreicht.
.... habe ich hier auf dem Blogpart gehabt, mein neuer Hauptjob hat alle Konzentration erfordert die ich aufbringen konnte, selbst das Veröffentlichen der Artikel hat Kraft gekostet. So langsam habe ich mich nun daran gewöhnt und ich weiß was man von mir erwartet. Nun geht es weiter... Die Politik hat sich gerührt und Bayerns Ministerpräsident hat ein offizielles Statement zum Vorhaben der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing veröffentlicht. Die neue Special-Edition von Grand Marnier ist nun erhältlich, hier der Artikel dazu. (Wieder etwas für meine Sammelleidenschaft)
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