Jedes Jahr kommt er heraus, der Gault Millau und feiert sich gastronomisches erst einmal selbst. Und jedes Jahr schauen ihn sich einige Barkeeper an und schütteln den Kopf über die Bewertungsmassstäbe eben dieses Gault Millau. Die neueste Frechheit ist die Bewertung des Bartenders Bernhard Stöhr:
"Dass in Baden-Württemberg nicht nur vortrefflich gekocht, sondern auch gastfreundlich bewirtet wird, demonstriert die Ehrung von Bernhard Stöhr aus der „Traube Tonbach" in Baiersbronn als „Barkeeper des Jahres". Er ist seit 25 Jahren Barchef der Hotellegende Traube-Tonbach sowie seit 1996 Präsident der Deutschen Barkeeper-Union und hat „allabendlich 250 Cocktails im Kopf und mindestens 1000 Witze"."
Die Frage, die ich mir stelle, ist, wie wichtig die Witzigkeit eines Bartenders ist. Ist das entscheidend für die Qualität eines Barmanns? Sind nicht andere Soft-Skills viel viel wichtiger? Oder gehört das zur sozialen Kompetenz? Oder ist die Ausgewogenheit zwischen der Anzahl an Witzen und der Anzahl an an Rezepten, die man kennt, entscheidend? Muß man Rezepte und Witze nur kennen oder muß man sie beherrschen?