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Cocktail Variationen: Rickeys

Unter uns Bartenders wäre es eine Ehre wenn unser Nachruf wie folgt beginnen würde: “Colonel Joseph Karr Rickey, berühmt im ganzen Land als Erfinder eines Gebräus das seinen Namen trägt, starb gestern plötzlich und unerwartet…“

So beginnt der Artikel in der Washington Post von Jason Wilson. Zu Ehren von Colonel Joseph Karr Rickey und seiner Heimat Washington haben die Washingtoner Bartender den August zum Rickey Monat ausgerufen.

Was genau ist eigentlich ein Rickey? Eigentlich ist das Rezept sehr simpel: Eine halbe Limette, 5-6cl Bourbon und Sodawasser. Colonel Rickey genoß diesen Drink in Shoemaker’s Bar auf der Pennsylvania Avenue und ist wohl seine nachhaltigste Hinterlassenschaft, gestorben ist er am 23. April 1903 und der Nachruf stammt aus der New York Times.

Rickeys sind absolute Klassiker und werden meist nach der Basisspirituose benannt: Gin Rickey, Rum Rickey, Wodka Rickey. Es sind jedoch auch Varianten mit zwei oder drei Spirituosen bekannt: New Orleans Rickey (mit Southern Comfort und Triple Sec) oder Dutch Rickey (Blue Curacao und Parfait Amour).

Den Rickey findet man selten auf Cocktailkarten, so schreibt „Das große Buch der Barkunde“ von Uwe Voigt zu dieser Gruppe: sehr klassisch, teilweise für Getränkekarten nicht mehr notwendig“. Wie ich finde total zu Unrecht. Im Rickey Monat tragen die Bartender einen Button mit: „Frag mich nach meinem Rickey“, es gab einen Wettbewerb und die Ergebnisse zeigen, wie spannend Rickeys sind.

Die Ergebnisse präsentieren wir hier mit den Schaffenden:

Der Gewinner
Black Pepper Gin Rickey
Justin Guthrie, Bar-Manager im Central / Washington USA

13 cl Black Pepper Lime Soda (Eigenherstellung, Anleitung folgt)
5 cl Gin
dünne Scheiben Limetten zur Garnitur

Zerstoßenes Eis in das Gästeglas geben, Gin dazugeben, und den Black Pepper Lime Soda dazugeben, durchrühren.

 

 

Dupont’s „Gin“ Rickey
Kevin Rogers, Bartender im Urbana / Washington USA

3-4 dünne Scheiben Ingwer
1 halbe Limette
3 cl Honig-Sirup
4 cl Knob Creek (oder ein anderer hochqualitativer Bourbon)
Soda
Minzzweig zur Dekoration

Den Ingwer mit der halben Limette zusammen im Gästeglas ausquetschen, den Honig-Sirup hinzugeben. Das Gästeglas zu einem Drittel mit zerstoßenem Eis füllen, den Knob Creek darüber geben und sofort mit dem Soda auffüllen, gut mit einem Barlöffel durchrühren.

Haymaker Rickey
Kathryn Bangs, Bartenderin im Tabard Inn / Washington USA
6 cl Rye Whiskey
1,5 cl Zucker-Balsamico-Sirup (Eigenherstellung, Anleitung folgt)
1 halbe Limette
Ginger Ale
Soda
Limettenspalte zur Dekoration

Rye Whiskey und den Zucker-Balsamico-Sirup in einem Shaker gut durchmixen. Im Gästeglas die halbe Limette ausquetschen, das Gästeglas mit zerstoßenem Eis zu einem Drittel füllen, den Shakerinhalt darüber abseihen und zu gleichen Teilen mit Soda und Ginger Ale auffüllen. Danach noch einmal sanft mit einem Barlöffel durchrühren

Zucker-Balsamico-Sirup
18 cl braunen Rohrzucker und 12 cl Balsamico Essig verrühren, bis der Zucker aufgelöst ist, im Kühlschrank hält die Mischung ungefähr 5 Tage.

Black Pepper Lime Soda
In einer Pfanne eine halbe Tasse ganzer schwarzer Pfefferkörner geben, zwei Prisen zerstoßene rote Pfeffer-Flocken unter ständigem Rühren rösten. Vorsichtig eine Tasse Wasser und eine Tasse Rohrzucker hinzugeben, auf mittlerer Hitze 30 Sekunden unter rühren köcheln lassen, bis der Zucker ganz aufgelöst ist. Dann vom Herd nehmen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen und passieren. 24 cl Limettensaft und 12 cl Wasser dazugeben und in den Soda Streamer geben.

Diese drei Beispiele zeigen, das mehr oder minder kleine Variationen zu großen Drinks führen. Habt Ihr Varitionen von Rickeys?

via Washington Post

 
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