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Bourbon - das pralle Leben aus Kentucky und die Kunst es zu probieren

Bourbon wird von vielen Whisky-Trinkern gerne als amerikanischer Schnellschuß und als minderwertig gegenüber Malt-Whiskys abgetan. Genau dort liegt der Irrtum, denn Bourbon ist mindestens so vielschichtig, wie ein guter Malt und reiht sich ohne Probleme in die Range der großen Whisk(e)ys ein.


Er reift ausschließlich in amerikanischen Weißeichen-Fäßern. Nach frühestens 4 Jahren gilt der gereifte „White Dog“ (so wird der Rohbrand vor der Reifung genannt) dann als Bourbon, doch auch höhere Reifegrade sind bekannt. Die Zutaten sind Mais, Roggen, Gerste oder selten auch Weizen und Wasser. Das Wasser ist meistens eine örtliche Quelle. Ein Bourbon besteht zu mindestens 51% aus Mais. Der kleine Bruder des Bourbon, der Rye-Whiskey, besteht aus mindestens 51% und gilt als würziger.


Die bekannteste Bourbon Marke ist Jim Beam, die Traditions-Destillerie aus Clermont/Kentucky, die noch heute von der Fertigkeit der Familie Beam durch das jetzige Familienoberhaupt Fred Noe (auf dem Foto) profitiert. Aus dem Hause Jim Beam sind vier Reifegrade bekannt: White Label (4 Jahre gereift), Green Label („Jim Beam’s Choice“, 5 Jahre gereift), Black Label (8 Jahre gereift, 40 Vol. %) und der in Deutschland nicht erhältliche Gold Label (8 Jahre gereift, 50 Vol. %). Alle diese Reifegrade haben ihren eigenen Charakter und werden durch ein feines und geniales Blendsystem auf einem Level gehalten. Baker’s (7 Jahre gelagert, 53,5 Vol.-%), Basil Hayden’s (8 Jahre gelagert, 40 Vol.-%), Booker’s (92 Monate gelagert, 63 Vol.-%), Knob Creek (9 Jahre gelagert, 50 Vol.-%).


Wie alle Whisk(e)ys müssen Bourbons sowie auch Rye-Whiskeys vor dem Verzehr erst ein Bouquet bilden, sie sind also nichts für den schnellen Verzehr und sollten mit Zeit und Muße genossen werden. Wir lassen immer nach dem Eingießen mindestens 5 Minuten vergehen, gerne auch mal die ein oder andere Minute mehr. Das Bouquet hat oft starke Nußnoten, aber auch Kirsche, Vanille und auch andere Obstnoten sind eindeutig zu finden.


Wir haben mittlerweile die Erfahrung gemacht, das ein Tasting mit amerikanischen Whiskeys und speziell mit Bourbon und Rye Whiskeys bisher noch jeden Malt-Genießer überzeugt hat. Die meisten von Ihnen haben nun auch mindestens ein Flasche guten Bourbon im Schrank.

Neugierig geworden? Wir beraten Sie gerne, oder führen sogar in Ihrem Freundeskreis ein Tasting mit amerikanischem Flair durch.

[Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung der MaxXium Deutschland GmbH]

 
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