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Brau Holding International trotzt dem negativen Markttrend

 

Umsatz der Brauereigruppe bleibt trotz leicht rückläufigem Bierausstoß nahezu stabil zu Vorjahr. Marktanteil im Kernmarkt Süddeutschland leicht ausgebaut.

München, 23. Februar 2010. In einem schwierigen Marktumfeld ist der Bierausstoß der Brau Holding International im Jahr 2009 um 2,6 Prozent auf 5,5 Millionen Hektoliter zurückgegangen. Damit hat sich der Absatz der süddeutschen Brauereigruppe, zu der Marken wie Paulaner, Mönchshof, Hacker-Pschorr und Fürstenberg gehören, ähnlich entwickelt wie der Gesamtmarkt, der im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt um 2,8 Prozent rückläufig war. Der Getränkeausstoß inklusive alkoholfreier Getränke belief sich auf 6,3 Millionen Hektoliter, was einem Rückgang um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Aus Gründen der Vergleichbarkeit wurden die Werte für 2008 um die Absätze der Karlsberg-Beteiligung bereinigt, von der sich die Brau Holding International im Laufe des Jahres 2009 getrennt hat.

 

Der Umsatz konnte trotz rückläufiger Absätze nahezu stabil gehalten werden. Er lag 2009 laut vorläufigen Zahlen bei 702 Millionen Euro (Vorjahr: 705 Millionen Euro). Dabei hat sich die konsistente Markenführung, die die Brau Holding International mit ihren starken regionalen und überregionalen Marken auszeichnet, bezahlt gemacht. So konnte die Brau Holding International trotz des negativen Markttrends Preis-erhöhungen durchsetzen und die Absatzrückgänge damit im Umsatz weitgehend auffangen.

 

„Bier ist ein wichtiges Kulturgut. Wir betrachten mit Sorge, dass es zunehmend unter Wert verkauft wird. Wir verfolgen eine langfristige und nachhaltige Markenstrategie. Wir legen großen Wert auf die Tradition und regionale Verbundenheit unserer Marken sowie auf die konsequente Pflege der Bierqualität und unserer Bierkultur. Darin sehen

wir für den deutschen Markt einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil. Dass es uns gelungen ist, mit unseren Marken in einem von Preiskämpfen gekennzeichneten Markt trotz sinkender Absätze unsere Umsätze stabil zu halten, bestätigt uns in diesem Kurs“, so Roland Tobias, Sprecher der Geschäftsführung der Brau Holding International.

BHI baut Marktanteil im Kernmarkt aus

Die Brau Holding International konnte den Marktanteil in ihrem Kernmarkt Süddeutschland leicht vergrößern. Gemessen am Umsatz stieg der Marktanteil in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Sachsen insgesamt um 0,1 Prozentpunkte auf 11,1 Prozent. In Bayern konnte die BHI ihren Marktanteil von 14,9 auf 15,2 Prozent steigern und damit ihre Marktführerschaft ausbauen. Auch in Baden-Württemberg lag die BHI mit einem Marktanteil von 12,9 Prozent weiter unangefochten an erster Stelle (Quelle: AC Nielsen).

Paulaner wächst gegen Markttrend

Die Top-Marke der Brau Holding International, Paulaner Weißbier, legte im Jahr 2009 im Inland um 0,6 Prozent zu und konnte damit in einem rückläufigen Markt ihren Marktanteil weiter ausbauen. Nach einem Einbruch im ersten Halbjahr konnte der Export dank eines guten zweiten Halbjahres fast auf Vorjahresniveau abschließen. Auch die anderen Marken der Paulaner Brauerei Gruppe schnitten besser als der Markt ab.

Fürstenberg als eine der führenden Gastronomiemarken Baden-Württembergs litt besonders unter dem rückläufigen Fassbierabsatz. Dank einer positiven Entwicklung im Handel hat die Marke im Inland dennoch insgesamt mit -3,9 Prozent etwas besser als der Gesamtmarkt in Baden-Württemberg abgeschnitten.

Bei der Kulmbacher Gruppe konnte die Marke Mönchshof weiterhin gegen den Trend zulegen. Genaue Zahlen veröffentlicht die börsennotierte Kulmbacher Brauerei AG in ihrem im April erscheinenden Geschäftsbericht.

Ausblick auf 2010

Von einer raschen Entspannung im Biermarkt ist nach den wirtschaftlichen Rahmendaten für 2010 nicht auszugehen. Durch die Konsumzurückhaltung wird gerade das Gastronomiegeschäft weiter unter Druck geraten. Dennoch gibt sich Roland Tobias optimistisch: „Wir haben starke und sympathische Marken in unserem Portfolio, die auch in einem rückläufigen Markt gute Wachstumsperspektiven bieten. Wir haben ein starkes Vertriebsnetz und wir haben die notwendige Größe, um auch in Zeiten erhöhten Kostendrucks im Markt zu bestehen. Wir haben im vergangenen Jahr die notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um unsere Chancen optimal zu nutzen und sind damit gut gerüstet für die weitere Marktkonsolidierung.“

[Quelle: Brau Holding International GmbH & Co. KGaA]

 

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