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 Und nun zum vierten Teil der Duisburger Cocktail-Odysee: Das Bolero's im Duisburger Innenhafen. Es wird mir immer wieder erzählt wie toll die Cocktails im Bolero's sind und deshalb waren wir auch gespannt, der Herr Adam und ich, wie es denn dieses mal wird.
Wir ergatterten direkt zwei Plätze an der Theke, direkt vor den beiden Bartendern. Der Laden war brechend voll und diese beiden Plätzchen ideal. Auch wenn noch ein bisschen Kondenswasser auf der Theke war und zwei Werbeblättchen nebst Getränkekarte darin schwammen, nahmen wir die Platzwahl dankend an. Wir bestellten einen Daiquiri und einen Gin Gimlet. Die beiden Bartender gaben gerade alles und arbeiteten um 23 Uhr schon im Akkord, sie standen sozusagen im eigenen Saft. Es ratterte der Bondrucker und als dann einer der Bartender Krach mit den Flaschen machte und eine sogar umwarf, wurden zotige Sprüche seitens der Zuschauerschar laut. Das wiederum brachte einen Bartender zu dem Spruch:"Komm her und mach es besser." Der Druck auf die Theke war deutlich zu spüren. Das Mis-en-place der beiden Bartender, die auf unvorstellbar kleinem Raum standen und mixten war dann auch eindeutig auf Massenware ausgerichtet. Hier entschied sich Herr Adam ein Foto von der großen Kirsch-Fliegen-Falle zu machen und wollte mir dieses Sträußchen sogar schenken. Auf dem ersten Blick sahen unsere Getränke auch ganz gut aus. Im Gimlet schwamm versonnen eine Limettenzeste, auf dem Daiquiri noch ein Ansatz von Schaum, die Gläaser waren vorgekühlt und so nahmen wir den ersten vorsichtigen Schluck. Der Gimlet war ganz ok, nicht berauschend und es fehlte was... die Zeste war nicht angedrückt und es dauerte, bevor sich das ätherische Öl oben auf dem Drink sammelte. Ein Indiz dafür, das die Zeste nicht mitgeschüttelt wurde. Der Daiquiri wurde mit Limettenkonzentrat hergestellt und mit Läuterzuckersirup, was das ganze zu süß machte.... Und in der Zeit unseres ersten Schluckes flogen die Cocktails nur so über die Theke. Die Musik war zu laut und damit war auch der Lärmpegel massiv zu hoch. Service: 7/10 Ambiente: 6/10 Preise: 6/10 (aufgrund der Qualität) Musik: 6/10
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