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Gestern war es endlich soweit, wir zogen erneut aus, um eine Bar unter die Lupe zu nehmen. Wir blieben im Ruhrgebiet, genauer in Essen-Rüttenscheidt auf der Emmastraße 13. Der erste Blick ins FCUK YOGA wirft die Frage auf: IST dieser Laden überhaupt schon offen? Und die Antwort folgt mit Betätigen der Tür: Er ist offen!
Die Frage stellt sich, weil das Konzept eine Mischung aus Abbruch, Neuem und Stylischem ist, also ganz typisch für das Ruhrgebiet: etwas abgerissen, aber doch bequem und gemütlich und irgendwie auch neu. Mit viel Liebe zum Detail haben Axel Klubescheidt und sein Kollege das FCUK YOGA ausgestattet. Loungige Sofas und Sessel, opulente Leuchter, offene alte Backsteinwände und ganz in der Ecke ein großes Bett regen zu Ruhe, Genuss und Geselligkeit an.
Die Karte des FCUK YOGA ist handverlesen, man findet Klassiker im hinteren Segment und ganz hinten findet man auch die "Standards", aber bemerkenswert ist der Mut, Eigenkreationen direkt nach vorne zu stellen und diese auch geschickt zu präsentieren. Im Hintergrund stehen sowohl Abfüllungen bekannter Hersteller, aber auch selbst aromatisierte Spirituosen, beides in neutralen Apothekerflaschen mit handschriftlichen Etiketten, so dass man kaum sehen kann, was nun wirklich im Pouring ist oder was vorhanden ist. Hier ist Werbung durch die Präsenz der Flasche also nicht möglich, Optik und Geschmack im Glas zählt hier. Schön an der Stelle, dass auch hier das Konzept durchgehalten wurde. Der Daiquiri war so wie er sein sollte und auch die anderen Getränke waren sehr zum Wohlgefallen der Gruppe. Die eigenen Aroma-Cocktail sind ausgewogen und durchweg gelungen, und vor allem werden sie von den Gästen auch angenommen. Man wird als Gast hervorragend beraten und gerne kommt der Bartender auch einmal an den Tisch und nimmt ein kleines Gespräch zur Entscheidungsfindung auf. Gerne wären wir noch länger geblieben, und sicherlich wären wir auch gnadenlos versackt und hätten uns nicht satt sehen können an diesem Konzept und an den Drinks, aber der nächste Tag begann früh. Sicherlich werden wir in Kürze wieder einkehren. Das Preisgefüge ist mehr als berechtigt. Wie Axel uns verriet, ist das Abendgeschäft schon sehr zufriedenstellend und das nach zwei Monaten, allerdings arbeiten sie noch daran, das Brasserie-Konzept um die Mittagszeit bekannter zu machen. Die Musik ist gediegen und dem Konzept vollkommen gerecht und angepasst und wird selten wirklich laut oder störend. Für jeden Cocktailfan im Ruhrgebiet ist ein Besuch im FCUK YOGA nun definitiv Pflicht! Service: 9/10 Ambiente: 10/10 Preise: 9/10 Musik: 9/10
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