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Und der nächste Abstecher in die Cocktailwelt Dortmunds. Diesmal waren wir nicht unweit des Domicil, das wir ja schon hier testeten, in der Q-Bar. Das Interieur dieses Etablissements ist schlicht und doch kann man es mit "voll" bestens beschreiben: plakatierte Wände, alte Spirituosenflaschen als Blumenbehälter, volle Tische mit Sonderkarten, Essenskarten, Winter-Cocktail-Karte und normaler Cocktailkarte, enge Sitz-Nischen und sehr enge beieinanderstehende Tische. Die Theke ist im hintersten Eck und von außen kaum einsehbar. Das Licht war schön, abgedunkelt, dezent und viele Kerzen. Die Cocktailkarte umfasst ca. 80 verschiedene Cocktails, darunter Klassiker, Eigenkreationen und Interpretationen, das Angebot überraschte positiv. Ein Blick hinter die Theke ließ jedoch nichts gutes ahnen: Nur eine Sorte Rum, nur ein Wodka, nur ein Gin, keinerlei Preziosen. Unsere Bestellung lautete: klassischer Daiquiri (Frage des Bartenders: So ganz ohne Fruchtsäfte? Meine Antwort:Ja, nur die drei wichtigen Zutaten), Whisky Sour und Singapore Sling.
Der Daiquiri wurde mit frischem Limettensaft gemacht, 5 Sekunden geschüttelt und dann mit dem Arbeitseis in ein Longdrinkglas gegeben. Fazit Daiquiri: Es ist eher Limonade gewesen. Der Whisky-Sour wurde mit Johnny Walker Red Label gemacht, mit zerstoßenem Eis geschüttelt und mit eben diesem Eis auf in einen Tumbler gefüllt. Fazit Whisky Sour: verwässert. Der Singapore Sling wurde auf dieselbe Weise hergestellt. Also alle drei Cocktails verwässert. Die Preise waren für diese Cocktails dann auch recht gehoben: Im Schnitt 7 EUR. Insgesamt rate ich dem Bartender dringend einen Mixkurs zu besuchen, allerdings nicht für die Rezepturen, denn die waren einwandfrei, aber was die Benutzung eines Shakers angeht und wie man mit Eis umgeht, ist mangelhaft.
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