Das ultimative Barbuch von André Dominé ist auf dem ersten Blick ein stylisches Utensil, das in jede Bar gehört. Nach dem ersten Griff denkt man unwillkürlich an ein Mordwaffe, denn es umfasst 815 Seiten geballtes Wissen.
Wie so häufig bei Barbüchern ist die Balance aus Warenkunde, Werkzeugen, Techniken und Rezepten nicht gelungen. Sucht man jedoch ein allumfassendes Werk mit gut recheriertem Hintergrundwissen, so ist man mit diesem Buch gut bedient.
Aber zunächst eine minimale Zusammenfassung: 24 Seiten sind für die Geschichte der Bar reserviert, 36 Seiten sind für die Charakterisierung der verschiedenen Bartypen verwendet, 610 Seiten für die verschiedenen alkoholischen Getränke in einer Bar, 38 Seiten für Bartechnichen, Werkzeuge und nicht-alkoholische Getränke und schließlich 92 Seiten für Rezepturen.
Gerade im letzten Teil fällt eine Schwäche dieses Buches auf: Man halt viel Zeit und Mühe auf die Hintergründe und Beschreibung der Spirituosen verwendet, aber zum Beispiel die Rezepte sind zum Teil schlecht recherchiert. Die Fotografien bei den Cocktails sind grausam und nicht passend. Trotzdem wird dieser Teil durch den dicksten Teil, den Hintergrund wieder aufgewogen, benutzt man für Rezepte dann halt ein anderes Werk. Denn in kaum einem anderen Werk wird so detailliert auf den Hintergrund, die Geschichte, die Stammbäume der Spirituosen eingegangen. Hier hat der Auto sich massiv ausgelebt und hier liegt auch spürbar sein Herz.
Fazit: Für jemand, der eine interessante Rezeptsammlung sucht, oder eine Beschreibung der verschiedensten Mixtechniken, ist dieses Buch ungeeignet. Allerings für jemanden, der einmal genau wissen will, wie Spirituosen entstehen, welche Unterschiede es gibt und wo sie herkommen, ist dieses Buch ideal.
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Ich hab auch noch ein wenig dazu geschreiben unter http://cocktailwelt.blogspot.c...-book.html
Frohe Weihnachtne euch allen!